Mit dem Wachstum der Windenergie werden auch die Turbinenkomponenten größer: Rotorblätter, Türme und Gondeleinheiten gehen weit über klassische Trailermaße hinaus. Die Antwort der Straße auf diese Lasten sind Tieflader- und Semi-Tieflader-Plattformen mit teleskopierbarem Chassis.
Die Logik des Teleskopchassis
Das ausziehbare Chassis funktioniert über ineinandergreifende, stufenweise verriegelnde Trägerprofile: Die Plattform öffnet sich entsprechend der Länge der Ladung; bei der Leerfahrt wird sie zusammengeschoben und nähert sich normalen Fahrzeugmaßen an. Dieser doppelte Charakter ist das Herzstück des Betriebs — bei der Fahrt mit Ladung wird die erforderliche Länge bereitgestellt, während die Leerfahrt unter normalen Verkehrsbedingungen und zu geringeren Kosten erfolgt. Bei mehrstufig ausziehbaren Modellen wird das Kabel- und Bremsleitungsmanagement über Rollensysteme im Chassis gelöst.
Feinheiten des Rotorblatttransports
- Das Rotorblatt liegt auf speziellen Adapterlagern auf; auf der Verbundoberfläche wird keine Punktlast aufgebracht
- Der Schwenkradius der langen Ladung macht bei Kurven und Kreuzungen eine Streckenanalyse zwingend erforderlich
- Die Pendelbewegung der Blattspitze wird je nach Geschwindigkeitslimit und Windverhältnissen gesteuert
- In bergigem Gelände kommen Versionen des Blattadapters zum Einsatz, die das Blatt aufrichten können
Bei der Bewertung einer Investition in einen ausziehbaren Tieflader sollte nicht nur auf die Maximallänge geachtet werden, sondern auch auf die Manövrierfähigkeit im eingefahrenen Zustand, die Verriegelungssicherheit der Ausziehstufen und die ausgewogene Achslast in jeder Stufe. Der Zeitplan der Energiewende wird an den vor Ort errichteten Turbinen gemessen; die Fahrzeuge, die diese Turbinen dorthin transportieren, arbeiten mit diesen stillen ingenieurtechnischen Details.