Die erste Frage des Kippmulden-Käufers betrifft meist das Volumen; die eigentlich entscheidende Größe ist jedoch Form und Panzerung der Mulde. Zwei Mulden mit demselben Volumen bieten bei unterschiedlichen Ladungen völlig unterschiedliche Lebensdauer und Effizienz.
Drei Hauptcharaktere
- Halbrohr (Half-Pipe): Der runde Querschnitt lässt die Ladung ohne Anhaften abgleiten und beschleunigt die Entladung; da keine Eckschweißnähte vorhanden sind, ist er ermüdungsbeständig. Bewährt sich bei Asphaltfräsgut, nassem Aushub und klebrigem Material
- Felsentyp: Dickes Verschleißblech, verstärkter Boden und stoßfeste Struktur; die Mulde für grobstückige, schlagbelastete Arbeiten wie Bergbau und Steinbruch. Der Preis dafür ist ein hohes Leergewicht
- Leichtbauserie: Dünne, aber hochfeste Bleche senken das Leergewicht; bei wenig abrasiven Ladungen wie Sand, Erde und landwirtschaftlichen Produkten wird bei jeder Fahrt mehr Tonnage transportiert
Wie wird entschieden?
Die erste Frage lautet: Welches ist das härteste Material, das in die Mulde geladen wird? Die Mulde muss nach der aggressivsten, wenn auch nur gelegentlich transportierten Ladung gewählt werden; eine mit grobem Fels beladene Leichtbaumulde verschleißt rasch. Die zweite Frage betrifft das Betriebstempo: Bei einem Sandbetrieb mit vielen Fahrten pro Tag schlägt sich der Tonnagevorteil der Leichtbauserie direkt im Ertrag nieder, während bei einbschichtigem Bergbaubetrieb die Robustheit des Felsentyps die Gesamtkosten senkt.
Für Mischbetriebe gibt es auch einen Mittelweg: dickes Verschleißblech an Boden und Heckbereich, Leichtbaustruktur an den Seitenwänden. Die richtige Kippmulde wird nicht aus dem Katalog gewählt, sondern aus Ihrer Ladungsliste.