Verschleißblech-Auswahl für Kippermulden: Hardox 400 vs. 450

Das Verschleißblech in der Kippermulde ist die Fläche in ständigem Kontakt mit dem Ladegut und bestimmt die wirtschaftliche Lebensdauer der Mulde. Die Härteklassen 400 und 450 der verschleißfesten Stähle sind hier die beiden gängigsten Optionen; die richtige Entscheidung hängt vom Charakter der transportierten Ladung ab.

Der Charakter der beiden Klassen

Die Klasse 400 Brinell bietet ein ausgewogenes Profil aus Härte und Zähigkeit: Sie lässt sich biegen, ist gut schweißbar, und das Rissrisiko bei stoßartiger Belastung ist gering. Die Klasse 450 liefert mit rund zehn Prozent höherer Härte eine deutlich längere Lebensdauer gegen Gleitverschleiß; im Gegenzug verlangen Umformen und Bohren mehr Sorgfalt.

Auswahl nach Ladungstyp

  • Aushub, Erde, Sand: Klasse 400 genügt in der Regel; der Zähigkeitsvorteil steht im Vordergrund
  • Schotter, Bauschutt, Asphaltfräsgut: Klasse 450 macht beim Gleitverschleiß den Lebensdauerunterschied
  • Grobes Gestein und Schockbeladung: Mischlösungen — Boden in 450, Seitenwände in 400 — liefern ausgewogene Ergebnisse

Die Gleichung, die man nicht vergessen darf, lautet: Ein härteres Blech kann dünner eingesetzt werden; der schlankere Querschnitt senkt das Leergewicht, und jede Fahrt transportiert mehr Ladung. Die Blechauswahl ist deshalb keine Frage des Werkstoffkatalogs, sondern eine Rechnung der Einsatzökonomie.