Ein bei der Hauptuntersuchung durchgefallener Trailer erwirtschaftet bis zum zweiten Termin keinen Ertrag. Dabei sind alle bei der Untersuchung geprüften Punkte vorhersehbar; wird das Fahrzeug mit demselben Blick kontrolliert, bevor es zur Prüfstelle fährt, gibt es keine Überraschung.
Checkliste vor der Untersuchung
- Bremssystem: Belagdicken, Abhören auf Luftleckagen, Funktion der Bremsleuchten und erloschene EBS-Warnleuchte
- Beleuchtung und Elektrik: alle Lampen, Reflektoren und Kennzeichenbeleuchtung; gebrochenes Glas und feuchtigkeitsbeschlagene Leuchten müssen ersetzt sein
- Reifen: Profiltiefe, Flankenschäden, Drücke und Radbolzenanzugsmoment; einschließlich Reserverad
- Federung und Achse: Balgoberflächen, Stoßdämpferlecks, sichtbares Spiel und gebrochene Verbindungen
- Chassis und Aufbau: Risse, fortgeschrittene Korrosion, lockere Stoßfänger und Seitenschutzbügel
- Königszapfen und Kupplung: Sichtkontrolle und gegebenenfalls letzter Messwert
- Dokumente: Zulassung, vorheriger Untersuchungsbericht und gegebenenfalls Gültigkeitsfristen zusätzlicher Dokumente wie ADR/ATP
Die große Wirkung kleiner Mängel
Statistisch gesehen sind die bei der Untersuchung am häufigsten bemängelten Punkte nicht die teuersten: eine defekte Lampe, ein unleserliches Kennzeichen, ein fehlender Reflektor. Deshalb besteht der letzte Schritt der Vorbereitung darin, das Fahrzeug mit dem Blick der Prüfstelle von außen zu umrunden. In Flotten, die die Untersuchungsvorbereitung fest in die Einsatzplanung einbinden, ist die Nachuntersuchung die Ausnahme; das Fahrzeug fährt zur Prüfstelle, um die Abnahme zu holen, nicht die Mängelliste.