Die schwierigsten Aufgaben des autonomen Nutzfahrzeugs sind innerstädtische Manöver, enge Rampen und die unvorhersehbare letzte Meile. Das Hub-to-Hub-Modell löst diese Herausforderung durch eine elegante Arbeitsteilung: Menschliche Fahrer bringen die Ladung von der Stadt zu einem Umschlagzentrum (Hub) am Autobahnrand; die autonome Zugmaschine übernimmt die lange, monotone Autobahnetappe zwischen zwei Hubs; im Ziel-Hub wird die Ladung wieder an einen menschlichen Fahrer übergeben.
Warum ergibt das Modell Sinn?
Die Autobahn ist für autonome Systeme die vorhersehbarste Umgebung: keine Kreuzungen, keine Fußgänger, hohe Spurdisziplin. Die Autonomisierung der langen Etappe erhöht die Fahrzeugauslastung, da sie nicht an Fahrerruhezeiten gebunden ist; menschliche Fahrer arbeiten dagegen in kurzen, regelmäßigen Schichten nahe ihrem Zuhause. In Märkten mit Fahrermangel ist dies ein realistischer Weg, die Kapazität zu vergrößern.
Anforderungen an Trailer und Betrieb
- Kompatibilität mit automatischer Kupplung für schnellen, standardisierten Trailerwechsel auf Hofgeländen
- Fernüberwachte Brems-, Reifen- und Ladungsdaten während der autonomen Etappe
- Kontrollstationen für Inspektion und Sensorreinigung an den Umschlagpunkten
- Unterstützung durch die Betriebszentrale mit Wetter- und Straßendatenströmen entlang der Route
Erste Anwendungen beginnen auf festen Routen, unter begrenzten Wetterbedingungen und in Begleitung eines Sicherheitsfahrers; mit zunehmender Reife wird der Umfang wachsen. Betreiber, die ihre Trailer datenfähig und übergabefreundlich gestalten, werden das erste Glied in dieser Kette sein.