Die Aerodynamik der Nicht-Kasten-Auflieger wurde lange vernachlässigt; dabei zeigen Felduntersuchungen, dass dieses Segment einen erheblichen Anteil an der Gesamtfahrleistung schwerer Nutzfahrzeuge hält und das Verbesserungspotenzial nach wie vor groß ist.
Prioritäten beim Silofahrzeug
Der zylindrische Körper ist strömungstechnisch ein guter Ausgangspunkt; das Problem liegt in den Anbauten. Entladeleitungen, Leitern, Laufsteg und Ventilgruppe bilden Turbulenzinseln rund um den sauberen Körper. Werden diese Komponenten in die Körperlinie eingelassen oder mit Klappen verkleidet, entsteht in Kombination mit der Seitenverkleidung ein spürbarer Gewinn.
Prioritäten beim Kipper
Die offene Muldenöffnung wirkt bei hoher Geschwindigkeit geradezu wie eine Luftbremse. Automatische Abdecksysteme sind nicht nur für die Ladungssicherung, sondern auch für die Aerodynamik entscheidend: Eine straff geschlossene Plane unterbindet die Turbulenzen im Muldeninneren weitgehend. Die Ausrichtung der Stirnwand auf das Fahrerhaus und die Ordnung des Unterbodens mit kurzen Verkleidungen sind die übrigen Gewinnposten.
- Alle Anbaukomponenten in Strömungsrichtung verkleiden oder einlassen
- Die Plane auf jeder Fahrt geschlossen halten — auch auf der Leerrückfahrt
- Kurze, robuste Seitenverkleidungen passen zu Baustellenbedingungen
- Die Spoilereinstellung der Zugmaschine an die Aufbauhöhe anpassen
Quellen
- Durbin, T. D., Johnson, K. C., Jung, H. & Miller, J. W. (2021). Characterizing non-box trailer activity and aerodynamic devices for greenhouse gas emissions reductions. Transportation Research Part D: Transport and Environment, 98, 102763. DOI: 10.1016/j.trd.2021.102763