Die Seitenverkleidung hindert die Luftströmung daran, seitlich unter den Trailer einzudringen, und reduziert so die Turbulenzen rund um Achsaggregat und Chassisbauteile. Studien zeigen, dass eine korrekt ausgeführte Seitenverkleidung allein drei bis sechs Prozent Kraftstoffeinsparung bringen kann; ein Ansatz nach dem Motto „eine Größe passt allen" lässt diesen Gewinn jedoch schnell dahinschmelzen.
Die richtige Wahl je nach Trailertyp
- Curtainsider und Kofferaufbau: Eine bis zum Achsaggregat durchgezogene Vollverkleidung liefert den höchsten Gewinn.
- Tank- und Silofahrzeuge: Da Zugang zu Ventilschrank und Entladeleitung nötig ist, werden klappbare oder segmentierte Teilverkleidungen bevorzugt.
- Kipper: Wegen der Baustellenbedingungen eignen sich kurze, schlagzähe Verkleidungen mit flexibler Unterkante.
- Containerchassis: Erforderlich sind Systeme mit Klappmechanismus, die sich am Chassisrahmen nachrüsten lassen.
Hinweise zu Werkstoff und Montage
Kompositverkleidungen punkten mit geringem Gewicht, Aluminiumverkleidungen mit einfacher Reparatur; eine flexible Unterkante (Gummi/Thermoplast) verhindert Schäden bei Kontakt mit Rampen und Bodenschwellen. Bei der Montage beugt eine schwingungsdämpfende Verbindung zwischen Verkleidung und Chassis Ermüdungsrissen vor. Die Ebenheit und Kontinuität der Verkleidungsfläche kann wichtiger sein als ihre Länge.
Quellen
- Durbin, T. D., Johnson, K. C., Jung, H. & Miller, J. W. (2021). Characterizing non-box trailer activity and aerodynamic devices for greenhouse gas emissions reductions. Transportation Research Part D: Transport and Environment, 98, 102763. DOI: 10.1016/j.trd.2021.102763
- Van Raemdonck, G. M. R. & Urila, I. (2019). A Study in Options to Improve Aerodynamic Profile of Heavy-Duty Vehicles in Europe. Sustainability, 11(19), 5519. DOI: 10.3390/su11195519